Erster Titel für Kapfenberg

Der KSV HiWay Grill Kapfenberg feierte beim easyTherm Tischtennis Bundesliga Opening 2017, in dessen Rahmen der Österreichische Tischtennis Cup ausgespielt wird, den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Im Finale setzte man sich gegen Titelverteidiger SG Stockerau mit 3:1 durch, auch bedingt durch die Verletzung des Niederösterreichers Adam Pattantyus, der im vierten Spiel bereits im ersten Satz w.o. geben musste.

03.09.2017

Cupsieger 2017 KSV HiWay Grill Kapfenberg - Copyright: TT-Bundesliga/Mario Wanderer


1935 wurde die Tischtennis-Sektion gegründet, 1964 gelang der Aufstieg in die Regionalliga, 1995 war man erstmals in der damaligen Staatsliga A vertreten. Es folgten Jahre in denen man immer wieder ab- und aufstieg. Ab der Saison 2007/2008 etablierte man sich endgültig in der höchsten österreichischen Spielklasse. Der 3. September 2017 markiert mit dem Gewinn des österreichischen Tischtennis Cup den größten Erfolg des KSV HiWay Grill Kapfenberg.

Die Steirer stiegen am Samstag im Achtelfinale ins Turnier ein, feierten dort einen ungefährdeten 3:1-Erfolg über Walter Wels 2. Im Viertelfinale eliminierte man Gastgeber Badener AC ebenso glatt mit 3:1.

Sonntagvormittag folgte das Halbfinale gegen die SPG Walter Wels, einen den heißesten Anwärter auf den Titel. Erneut stellte der KSV HiWay Grill Kapfenberg seine Stärke und Routine unter Beweis. Speziell Neuzugang Frane Kojic war über das gesamte Turnier eine Klasse für sich, ebenso wie Kapitän Christoph Simoner. Beide sorgten im Halbfinale für die entscheidenden Punkte, mit dem 3:1 über die Oberösterreicher schaffte man den Finaleinzug.

Dort wartete Titelverteidiger SG Stockerau, der sich ebenfalls im bisherigen Turnierverlauf makellos präsentierte.

Im ersten Spiel traten Chen Weixing und Frane Kojic an die Platte. Der Kroate in Diensten der Steirer bewies einmal mehr, warum Abwehrspezialisten ihn fürchten. Lediglich Satz eins musste der 25-Jährige dem Routinier überlassen, danach war er perfekt auf das Spiel des Austro-Chinesen eingestellt und siegte schlussendlich 3:1.

In der zweiten Partie kam bei Stockerau dann das Pech hinzu. Adam Pattantyus verletzte sich im vierten Satz an der Wade (Verdacht auf Muskelfasereinriss), gewann diesen trotzdem, spielte auch den fünften Satz noch fertig, musste diesen aber mit 8:11 an Christoph Simoner abgeben.

Es lag an David Serdaroglu den Titelverteidiger gegen David Vorcnik noch im Spiel zu halten, was ihm mit dem 3:1 auch bravourös gelang.

Danach musste Pattantyus erneut an die Platte. Nach wenigen Ballwechseln musste der 38-Jährige aber w.o. geben. Kapfenberg entschied das Finale somit mit 3:1 für sich und stemmte erstmals den Pokal für den österreichischen Cupsieger in die Lüfte.

Christoph Simoner, KSV HiWay Grill Kapfenberg: „Wir haben ein super Turnier gespielt und gestern in einer schwierigen Partie gegen Baden gewonnen. Heute konnten wir dann Wels schlagen. Das Finale konnten wir dann etwas glücklich gewinnen. Auf diesen Erfolg können wir aufbauen, es ist das erste Mal, dass wir uns diesen Titel holen konnten, das ist ein Riesenerfolg. Wir waren auf Nummer drei gesetzt und haben das Turnier gewonnen.“

David Vorcnik, KSV HiWay Grill Kapfenberg: „Wir sind überglücklich, das ist der erste Titel für Kapfenberg. Wir hoffen natürlich, dass es jetzt so weitergeht. Wir wissen, dass Wels einen sehr starken Koreaner unter Vertrag hat und auch Stockerau hat eine super Mannschaft. Der Titel ist großartig, aber es wird eine lange und schwere Saison.

Stanislaw Fraczyk, Trainer SG Stockerau: „Wir haben vor dem Turnier gesagt, wenn wir ins Finale kommen, sind wir zufrieden. Natürlich ist man nach einer Niederlage enttäuscht, aber Platz zwei ist wirklich gut. Wenn Pattantyus sich rasch erholen kann, können wir wieder um den Meistertitel mitspielen. Durch die sechs Bonuspunkte haben wir auf jeden Fall einen Polster. Schwer wird es für uns gegen Spieler die gegen Abwehrspieler gut spielen können, wie Lubomir Pistej (SPG Linz) und Frane Kojic (Kapfenberg). Ich denke, jene vier Teams die heute im Halbfinale standen, werden sich am Ende der Saison auch den Meistertitel ausmachen.“ 

David Serdaroglu, SG Stockerau: „Nach dem hart umkämpften Semifianle war es hart rasch wieder fit für das Finale zu sein. Speziell Chen Weixing hat sich da als Nummer eins schwer getan gleich wieder an die Platte zu müssen. Wir hätten vielleicht Adam Pattantyus beginnen lassen müssen, dann wäre es vielleicht besser gegangen. Aber wir waren im Finale, das gibt uns Motivation und Selbstvertrauen für den Grunddurchgang. Wir haben für die Meisterschaft alle Chancen, freuen uns, dass jetzt wieder los geht. Die Liga ist sehr eng zusammengerückt. Es sind zumindest vier Mannschaften die um den Titel kämpfen.“

Finale Österreichischer Tischtennis Cup Herren 

SG Stockerau                                        vs.            KSV HiWay Grill Kapfenberg       1:3

Weixing Chen

Frane Tomislav Kojic

1:3

(6,-4,-10,-12)

Adam Pattantyus

Christoph Simoner

2:3

(-7,2,-9,7,-8)

David Serdaroglu

David Vorcnik

3:1

(8,4,-8,10)

Adam Pattantyus

Frane Tomislav Kojic

0:3

(-3,-0,-0)