Irres Finish um die Winterkrone

In einen kaum an Spannung zu überbietenden Vierkampf ging die easyTherm 2. Herren-Bundesliga B vor den letzten beiden Runden im Jahr 2017. Guntramsdorf (24 Punkte), Salzburg (23), Gumpoldskirchen/Mödling (22) sowie Pottenbrunn/St. Pölten (22) waren nur durch zwei Punkte getrennt und ein Favorit auf den Herbstmeistertitel war kaum vorab auszumachen, auch weil der Verletzungsteufel ein kleines Wort mitreden sollte.

17.12.2017, Autor: Thomas Pinka

Yuriy Matviychuk ist ein wichtiger Puzzleteil der Guntramsdorfer Erfolgsgeschichte - Copyright TT Bundesliga (Bernhard Garaus)


Das vermutlich schwerste Restprogramm in der 9./10. Runde hatte wohl Pottenbrunn/St. Pölten, empfing man daheim mit Guntramsdorf und Gumpoldskirchen/Mödling zwei direkte Konkurrenten um die Spitzenposition in der Liga. Doch vor allem Balazs Fixl (6:0) und Pavel Weinstein (5:1) waren der Konkurrenz an diesem Wochenende einen Schritt voraus und konnten für die Niederösterreicher äußerst wichtige Punkte zum 6:4 gegen Guntramsdorf und zum 6:3 gegen Gumpoldskirchen/Mödling beisteuern. 

Gumpoldskirchen/Mödling war am Samstag in Kapfenberg zu Gast, wo man als glasklarer Favorit galt und drei Punkte fix eingeplant waren. Man tat sich jedoch schwerer als gedacht, erwischte doch Kapfenbergs David Ye einen fantastischen Tag mit Siegen über Jörg-Peter Pichler und Alexander Reitner, doch auch das sollte für Kapfenberg nicht zumindest zu einem Remis reichen. Lediglich ein weiterer Einzelsieg durch Christoph Pichler gegen Reitner kam hinzu und so durften die Niederösterreicher einen etwas mühsamen 6:3 Erfolg für sich verbuchen. Am Sonntag folgte, wie schon erwähnt, dass 3:6 in Pottenbrunn, wobei jeweils ein Einzelsieg für Franz Kraus-Güntner, Pichler und Reitner gegen Lukas Wenda am Ende am Spielbericht festgehalten wurden.

Salzburg hatte am letzten Spielwochenende nur noch ein Spiel offen, welches eine äußerst schwierige Begegnung in Ebensee werden sollte und wollte man noch ein Wort um die Tabellenspitze mitreden, musste ein Sieg her, ohne Wenn und Aber. Doch ein überragender Martin Leonhartsberger bei Ebensee machte den Salzburgern einen Strich durch die Rechnung, konnte alle seine drei Einzeln gewinnen und hatte damit maßgeblichen Anteil am schlussendlichen 5:5 Remis, womit Salzburg aus dem Rennen war.

Guntramsdorf selbst, die leider ersatzgeschwächt antreten mussten, weil Marius Mandl nach wie vor verletzt zusehen muss, musste sich wie erwähnt am Samstag in Pottenbrunn mit 4:6 geschlagen geben. Damit war klar, sollte man am Sonntag gegen den Nachzügler Kapfenberg gewinnen können, wäre die Tabellenführung über den Jahreswechsel hinweg in Guntramsdorfer Hand. Diesem Druck hielt man stand und feierte einen schlussendlich äußerst soliden 6:1 Sieg in der Steiermark, auch dank einer enormen Dichte im Spielerkader, wo auch kurzfristige bzw. länger andauernde Ausfälle kompensiert werden können. Das kann schlussendlich auch der Trumpf Guntramsdorfs im Meisterschaftsfinish sein und damit steht einer äußerst spannenden Fortsetzung in der Rückrunde nichts im Wege. Diese wird am 27./28.01.2018 eröffnet und bis dahin bleibt uns nichts anderes übrig als ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2018 zu wünschen. Mögen sich Spieler, Funktionäre, Fans gut erholen und (wieder) gesund an die grüne/blaue Platte zurückkehren.