Der Herbstmeister der easyTherm 2.Damenbundesliga steht fest

Bereits zu Ende gegangen ist die Hinrunde der easyTherm 2.Damenbundesliga. Die letzte Sammelrunde fand am 14.11. im niederösterreichischen Weinort Guntramsdorf statt. Zu feiern hatten viele Mannschaften, allen voran natürlich jene, des frischgebackenen Herbstmeisters. Als Tabellenführer war bekanntlich Kufstein in den Osten des Lands gereist, die Tirolerinnen wollten diese Position natürlich um jeden Preis verteidigten und sahen sich in ihren letzten beiden Spielen der Hinrunde mit durchaus unbequemen Gegnerinnen konfrontiert. Ein Umstand, den Verfolger Wiener Neudorf natürlich nutzen wollte, um Kufstein noch abzufangen.

15.11.2015, Autor: Mario Wanderer

Amstetten bleibt in der easyTherm 2. Damenbundesliga dem Spitzenduo auf den Fersen. Copyright: ttbundesliga/Mario Wanderer


Mit Kufstein und Wiener Neudorf war vor der Saison natürlich zu rechnen gewesen, dass sich Flötzersteig und Amstetten ganz vorne festsetzen würden, war nur für Insider wahrscheinlich. Umso gespannter blickten die Tischtennisfans auf das direkte Duell dieser beiden Mannschaften an diesem Samstag. Das vermeintliche Spitzenspiel wurde jedoch bereits vor Spielbeginn, mehr oder weniger, entschieden. Flötzersteig verzichtete auf den Einsatz von Yuan Liu, der ungeschlagenen und unantastbaren Nummer Eins der Einzelrangliste. 18 Siege und keine einzige Niederlage. Das ist das überragende Spielverhältnis der Chinesin, die mit 2168 Computerranglistenpunkten auch in der 2. Herrenbundesliga im Mittelfeld reüssieren würde. Statt Liu stellten die Wienerinnen mit Lena Palatin, Daniela Magerle und Johanna Machacek, drei Spielerinnen auf, die allesamt das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Auf Seiten der Amstettnerinnen, die, wie Rivale Wiener Neudorf, auf einen sehr breiten Kader zurückgreifen können, fanden sich Adrienn Worischek, Sylvia Fuchs und Magdalena Zehetner auf dem Spielbericht. Claudia Steinbacher und Lena Hartl kamen bei Amstetten diesmal nicht zum Einsatz.

Amstetten dominant
Von Beginn an ließ Amstetten keinerlei Zweifel über den Ausgang dieses Matches aufkommen. Die ersten vier Einzel gingen an die Niederösterreicherinnen, bei denen nur Zehetner (gegen Palatin) über die volle Distanz von fünf Sätzen gegen musste. Palatin war es dann gegen Fuchs auch vorbehalten den ersten und einzigen Sieg für Flötzersteig in diesem, doch recht einseitigen Duell zu holen. Zehetner ließ anschließend Machacek ebenso keine Chance, wie Worischek Palatin. Mit 6-1 zeigte Amstetten, dass Flötzersteig ohne Liu deutlich kleinere Brötchen backen muss. Eine Tatsache, die die Wienerinnen bereits in der ersten Partie des Tages zur Kenntnis nehmen mussten, in welcher sie bereits Baden mit 3-6 unterlegen waren. Amstetten wiederum hatte mit Neuling und Schlusslicht Post SV Graz kurzen Prozess gemacht und sich mit 6-2 durchgesetzt. Amstetten konnte die Hinrunde daher mit sieben Siegen bei je zwei Unentschieden und Niederlagen abschließen, was den ausgezeichneten dritten Zwischenrang mit 38 Punkten bedeutet. Flötzersteig wiederum führt, nach den Niederlagen Nummer vier und fünf, nun das breite Mittelfeld mit 31 Punkten an. Hinter den Wienerinnen lauert Pottenbrunn mit nur einem Punkt Rückstand. Das Mittelfeld erstreckt sich nahezu über die komplette Liga, zwischen dem Vierten, Flötzersteig und dem Elften, Guntramsdorf, liegen gerade einmal neun Punkte. Lediglich Post SV Graz ist mit elf Niederlagen, aus ebenso vielen Spielen, abgeschlagen.

Auch Wiener Neudorf und Kufstein souverän
Die beiden Teams, die sich in der Tabelle vor Amstetten befinden, nämlich Kufstein und Titelverteidiger Wiener Neudorf, gaben sich an diesem Samstag nicht den Hauch einer Blöße. Die Niederösterreicherinnen fertigten in souveräner Manier erst Gumpoldskirchen, dann die Guntramsdorfer Gastgeberinnen ab. In beiden Begegnungen hieß die überragende Spielerin Simona Fabianova, die alle sechs Einzelspiele für sich entscheiden konnte und die Einzelrangliste der Hinrunde damit auf dem vierten Platz abschließen konnte.

Nyitrai muss gegen Schwab w.o. geben
Ebenso überzeugend konnte Leader Kufstein die letzten beiden Auftritte der Hinrunde gestalten. Die Tirolerinnen bezwangen Gumpoldskirchen und Mariahilf/Langenzersdorf jeweils mit 6-2. Wie eng sich die Spiele trotzdem gestalteten, zeigt die Tatsache, dass Anita Nyitrai, bis dahin ebenso wie Liu ungeschlagen, gegen Birgit Schwab, im Dress Gumpoldskirchens, ihre erste Niederlage einstecken musste, diese kam durch eine Aufgabe der Ungarin vor dem eigentlichen Spiel zustande und kostete sie Platz Eins in der Rangliste. Da Kufstein mit Györgyi Bene jedoch auch über die Nummer Drei der Einzelrangliste verfügt, war am Ende des Tages für Gumpoldskirchen nicht viel zu holen. Kufstein konnte sich somit vor Wiener Neudorf und Amstetten den Herbstmeistertitel der easyTherm 2. Damenbundesliga sichern. Wir dürfen gespannt sein, wie sich dieser Dreikampf in der Rückrunde weiterentwickeln wird.