Pottenbrunn/St. Pölten erster Tabellenführer

Nachdem der „Österreichischen Tischtennis-Cup“ am 02. und 03. September 2018 in Kufstein über die Bühne ging, begann auch gleich eine Woche darauf das erste Bundesliga-Wochenende. Als Favoriten in die 2. Herren-Bundesliga B gehen wohl u.A. das unverändert starke Team Pottenbrunn/St. Pölten, die routinierte Truppe aus Kennelbach, die bereits bestens etablierten Oberndorfer oder auch die oberösterreichischen Aufsteiger aus Biesenfeld. Den stärksten Eindruck in der Anfangsphase der Meisterschaft hinterließ bisher Pottenbrunn/St. Pölten, die sowohl beim Cup, als auch im Grunddurchgang von 2. Bundesliga Teams nicht zu besiegen waren.

09.09.2018, Autor: Thomas Pinka

Pavel Weinstein liefert mit der SG Pottenbrunn/St. Pölten bisher eine enorm starke Saison ab - Copyright Hans Moser


Zu Saisonbeginn bereits von einer Siegesserie berichten zu können, klingt wohl etwas fehl am Platz, trifft es bei den Pottenbrunnern jedoch (beinahe) haargenau. Sierndorf, Mariahilf/Langenzersdorf, Oberndorf/Melk, Neusiedl/See, Wels und auch Kennelbach wurden im Rahmen des Cups und der Bundesliga bereits in die Schranken verwiesen, lediglich gegen die 1. Bundesliga Truppe aus Kapfenberg war beim Cup kein Kraut gewachsen. "Bis jetzt läuft die Saison wirklich super. Balazs (Fixl, Anm. d. Red.) ist im Moment in Topform, dadurch können Pavel (Weinstein, Anm. d. Red.) und ich (Lukas Wenda, Anm. d. Red.) auch lockerer spielen. Ziel für die kommende Saison ist es auf jeden Fall die Top 3 zu erreichen", reüssiert bisher Lukas Wenda hochzufrieden.

An dem aktuellen, sportlichen Bundesliga-Wochenende durften die Niederösterreicher bei den äußerst starken Teams aus Wels und Kennelbach auswärts ran und waren gleich voll gefordert. Gegen Wels begann man auch etwas zurückhaltend, Balazs Fixl tat sich gegen Gabor Böhm, der ungarischen Nummer 1 bei den Welsern, lange schwer, konnte sich jedoch noch in fünf Sätzen durchsetzen. Am Nebentisch kam es jedoch gleich zur ersten Überraschung des Tages, indem der für Wels startende Ungar Attila Böhm dem stärker eingeschätzten Pavel Weinstein von Pottenbrunn beim 3:0 keine Chance ließ. Doch Lukas Wenda, auf Seiten der Niederösterreicher, behielt die Nerven und blieb gegen Lukas Schneeweiß, dem Nachwuchsspieler der Welser, mit 3:2 siegreich. Zwischenstand 2:1 für Pottenbrunn und nachdem die kommenden fünf Partien "der Papierform nach" entschieden wurden, wovon die Niederösterreicher vier gewinnen konnten, war die Partie mit 6:2 für Pottenbrunn relativ schnell entschieden.

Tags darauf in Vorarlberg gegen Kennelbach, sicher einer der Topteams der Liga, wurde man noch stärker gefordert. Einmal mehr erwies sich Balazs Fixl jedoch als unüberwindbare Hürde, auch für die mächtigen Miroslav Sklensky und Istvan Toth, und steuerte wichtige drei Punkte bei (lediglich beim 3:2 gegen Sklensky verlor er Sätze). Pavel Weinstein blieb mit einem 2:1 im Plan und musste sich nur dem starken Slowaken Sklensky in vier Sätzen geschlagen geben. Lukas Wenda wiederum steuerte seine "Pflichpartie" bei und blieb gegen den Nachwuchspieler der Vorarlberger, Maxime Dieudonné, mit 3:1 erfolgreich. Durch diesen 6:3 Endstand musste das entscheidende Doppel nicht mehr ausgespielt werden und die Niederösterreicher stehen nach zwei Runden mit den maximalen Bonuspunkten aus dem Cup und zwei wichtigen Siegen, gegen durchaus direkte Konkurrenten, bereits drei Punkte vor dem ersten unmittelbaren Verfolger Neusiedl/See.

Nun sind in der 2. Herren-Bundesliga B erstmals vier Woche Pause angesagt und am 06. und 07. Oktober 2018 geht es mit zwei Runden weiter, wo wir u.A. ausführlich vom Niederösterreich Derby Oberndorf - Sierndorf berichten wollen.