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Damen 2  Spielbericht 

Der Kampf um die Play-Off Plätze spitzt sich zu

In der easyTherm 2. Damenbundesliga stand an diesem Wochenende die erste Sammelrunde des Frühlingsdurchgangs auf dem Programm. Im steirischen Kapfenberg kam es zu Spitzenspielen und Überraschungen. Während der Wind einige Sportereignisse in Europa sabotierte, fegt Oberndorf nach wie vor durch die Liga. Hinter den souveränen Niederösterreicherinnen rittern allerdings noch vier Mannschaften um die begehrten drei verbleibenden Plätze für das Meisterplayoff, im Rahmen des Bundesliga-Finalturniers und auch am Tabellenende nimmt die Spannung weiter zu.

Erstellt von Mario Wanderer
Bodensdorf schiebt sich auf Platz Drei der easyTherm 2. Damenbundesliga.


Bereits im ersten Match der Rückrunde traf Oberndorf auf den Tabellendritten aus Bruck/Mur. Im Herbst hatte Oberndorf das Duell mit 6-3 für sich entschieden, wobei die im ganzen Herbst ungeschlagene Nicole Galitschitsch alle drei Punkte für die Steirerinnen gewinnen konnte. Oberndorf wollte diesen Erfolg natürlich wiederholen, um weitere Punkte zwischen sich und die Konkurrenz zu bringen. Das Spiel begann programmgemäß. Lila Horvath und Irene Burian brachten Oberndorf gegen Rosa Sauer bzw. Eva Leichtfried mit 2-0 in Führung. Galitschitsch bezwang anschließend souverän Ines Diendorfer. Horvath erhöhte, nach vier umkämpften Sätzen, gegen Leichtfried auf 3-1 für den Leader, ehe Galitschitsch gegen Burian wieder verkürzen konnte. Nachdem Diendorfer gegen Sauer auf 4-2 für Oberndorf stellen konnte, war es wieder an Galitschitsch, das Ergebnis knapper zu gestalten. Bereits im Herbst hatte sich gezeigt, dass Horvath eine gefährliche Gegnerin für Galitschitsch ist, damals konnte sich die ehemalige österreichische Teamspielerin gegen die ungarische Legionärin, noch knapp in fünf Sätzen durchsetzen. Diesmal kam es jedoch anders. Eine entfesselte Lila Horvath gewann in drei Sätzen und konnte der Bruckerin damit die allererste Niederlage der Spielzeit 2014/15 beibringen, woraus gleichzeitig der klare 6-2 Sieg Oberndorfs resultierte.

Wiener Neudorf mit Problemen
Die Niederlage der Damen aus Bruck/Mur brachte natürlich für die Tabellenzweiten aus Wiener Neudorf die Chance, den Vorsprung auf die Steirerinnen zu vergrößern und sich gleichzeitig Bodensdorf/2 und Gumpoldskirchen/Mödling vom Leib zu halten. Die Damen um Alina Shvorak erwischten allerdings ein rabenschwarzes Wochenende. Shvorak selbst spielte zwar ein gutes Wochenende, das am Sonntag in einem Sieg gegen Lila Horvath gipfelte, aber auch sie konnte nicht verhindern, dass es gleich drei Niederlagen in ebenso vielen Matches, für ihr Team setzte. Die Wiener Neudorferinnen setzten in dieser ersten Sammelrunde, statt der im Herbst angetretenen Julia Nagy, die routinierte Wienerin Sabine Seidl ein. Seidl konnte jedoch kein Match für sich entscheiden und bilanzierte mit acht Niederlagen. Das erste Spiel hatten die Niederösterreichinnen gegen Kirchbichl zu bestreiten, wobei die Tirolerinnen auf Revanche für die knappe 4-6 Niederlage aus der Hinrunde aus waren. Diese gelang auch auf eindrucksvolle Weise. Hauptverantwortlich dafür war Theresa Raich. Raich bezwang gleich zu Beginn Shvorak und gewann in weiterer Folge alle drei Einzelspiele. Monika Juric (2) und Veronika Frisch (1) steuerten die weiteren Punkte zum Kirchbichler Erfolg bei. Für Kirchbichl war dies auch ein wichtiger Sieg, um nicht in den Abstiegskampf hineingezogen zu werden.

Bodensdorf schiebt sich nach vorne
Noch härter traf die Wiener Neudorferinnen vermutlich die zweite Niederlage an diesem schwarzen Samstag für das Team. Bereits im Herbst hatte man gegen Bodensdorf knapp den Kürzeren gezogen, nun sollte zumindest ein Unentschieden gelingen, um die Kärntnerinnen nicht zu knapp aufschließen zu lassen. Da auch Bodensdorf mit einer Niederlage (gegen Amstetten) in die Rückrunde gestartet war, waren auch die Damen aus unserem südlichsten Bundesland unter Zugzwang. Die Bodensdorferinnen konnten dem Druck schließlich auch standhalten und sich, vor allem, auf ihre Topspielerin verlassen. Katja Tomazic gewann an diesem Wochenende acht von neun möglichen Einzelspielen und war mit drei Einzelsiegen hauptverantwortlich für den, schlussendlich deutlichen, 6-2 Sieg von Bodensdorf über Wiener Neudorf. Da Bodensdorf am Sonntag auch gegen Flötzersteig gewinnen konnte, liegen die Kärnterinnen nun bereits auf dem dritten Rang, zwei Punkte hinter Wiener Neudorf, punktegleich mit Bruck/Mur und einen Zähler vor Gumpoldkirchen/Mödling.

Am Tabellenende setzte hingegen Pottenbrunn/St.Pölten. Nach Anfangsproblemen, ist der Liganeuling die Mannschaft der Stunde. Die letzten fünf (!) Begegnungen konnten gewonnen werden und nachdem man lange die rote Laterne innehatte, belegen die Damen Anja Pishun, Sonita Habesohn und Monica Benkö, mit schon 30 Punkten, bereits Tabellenplatz Neun.